Bomberabsturz in Birmenstorf 1943

Heute vor genau 75 Jahren, am 15. April 1945, stürzte in Birmenstorf/AG, nur wenige Kilometer Luftlinie von Bözberg-West entfernt, ein britischer Bomber des Typs Vickers Wellington Mk.X vom Himmel.

Mit viel Glück und nicht zuletzt dank des umsichtigen Handelns des blutjungen Piloten fiel das schwer beschädigte und kaum noch steuerbare Flugzeug nicht auf besiedeltes Gebiet, sondern auf ein freies Feld.

Die aus fünf Angehörigen der Royal Canadian Air Force bestehende Besatzung konnte sich rechtzeitig mit den Fallschirmen retten und blieb, von kleineren Blessuren abgesehen, unverletzt.

Nach etwa zwei Monaten Internierung wurden die jungen Männer im Austausch gegen eine deutsche Flugzeugbesatzung nach England repatriiert.

Vor einigen Jahren hat Jacqueline Fischer aus Bözberg-West den “Birmenstorfer Bomber” im Massstab 1/48 nachgebaut:

>>>Mehr  Infos und Details zu den damaligen Ereignissen sowie weitere Bilder

Am Sonntag, dem 15. April 2018 fand in Birmenstorf eine kleine Erinnerungsfeier zum 75. Jahrestag statt (Artikel im “Generalanzeiger” vom 19.04.2018).

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Salmo salar fricktaliensis – Projekt Chriesilachs erfolgreich gestartet

Projekt Chriesilachs

Am Sonntag, 1. April 2018 fanden sich um 16 Uhr fast 10 Interessierte zum Projekt – Start – Apéro „Chriesilachs“ vor der ARA Hornussen ein. Regen und Graupelschauer konnte Sie nicht von diesem historischen Anlass abhalten. (>>> Medienmitteilung vom 30.3.2018)

Nach regem Informationsaustausch zur geplanten Züchtung und Auswilderung des vorgesehenen „Chriesilachs“ in der von der Schliessung bedrohten  Abwasserreinigungsanlage offerierte die Projektleitung einen Apéro mit Lachs – Kostproben und Getränken.

Degustation der ersten Chriesilachs (Salmo salar fricktaliensis) Laborproben.

Leider entpuppte sich die vorgängige Zusage des lokalen Weinsponsors auch als  Aprilscherz, so dass ein würziger, südbadischer Weisswein notfallmässig zum Einsatz kam. Dazu entwickelten sich weitere Gesprächsthemen wie kantonale  Zentralisierungsvorgaben zu Lasten der Gemeinden, Gemeindefusionen als Lösung, Regionalplanung, Natur- und Landschaftserhalt und des Einwohners Lebensqualität.

Die letzten Teilnehmenden nahmen nach knapp 2 Stunden engagiertem Diskutierens bei
Sonnenschein den Heimweg unter die Füsse, mit der Absicht, sich hoffentlich am nächsten 1. April wieder irgendwo zu treffen.

Eine Gruppe teilnehmende Personen am Chriesilachs Projektstart Apéro vor der ARA Hornussen.

IG Attraktiver Standort Bözberg-West


Frühere Aprilscherze:
– Überzähliger Solothurner Luchs wird gerettet, auf den Namen „Fricky“ getauft und auf dem Homberg ausgesetzt.
– Innovatives Naturparkprojekt „Jurapark“: Neuer See im Kanton Aargau in Oberzeihen (am See)
– Naturschutzprogramme von Gemeinden, Kanton und Bund zeigen verblüffende Wirkung: Der ‘rotgrüne, gemeine Zerwalterwendehals’ verzehnfacht seine Population.

>>> alle ansehen

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Innovative Zusammenarbeit: Forschung, Naturschutz und Landwirtschaft mit neuem, gemeinsamen Lösungsansatz

Die Wiederherstellung des Lebensraumes des Lachses am Hochrhein wird durch das Pilotprojekt einer genetisch angepassten Zuchtoptimierung (Salmo salar fricktaliensis) wirkungsvoll unterstützt und fördert den Standort Oberes Fricktal.

Am Anfang war die Idee
Schon 2017 konnte im Bewässerungsteich eines landwirtschaftlichen Betriebes nach aufwändigen und unermüdlichen Versuchen die erste Paarung zweier Lachse erreicht
werden. So war die Grundlage für den Aufbau einer ökologischen und tierfreundlichen
Fischzucht geschaffen. Die landwirtschaftliche Produktion in der Region wird so ohne
zusätzliche Investitionen durch Nutzung der bestehenden Infrastruktur sinnvoll ergänzt.
Dies wurde vom Gesetzgeber durch die 2017 erfolgte Gesetzesänderung des Bundesrates für die künftige Agrarpolitik und Entwicklung der Landwirtschaft ermöglicht.
Für eine wirtschaftliche, hochqualitative und marktgerechte Fischproduktion mussten
weitere Produktionsmöglichkeiten gesucht werden.

Anpassung an die Bedürfnisse der Konsumenten
Für Lachs (lateinisch: Salmo salar) besteht ein grosses, weltweites Angebot zu sehr tiefen
Preisen – etwas Spezielles brauchte der Markt, damit auch die höheren schweizerischen
Preise gerechtfertigt sind. Mit dem Engagement lokaler Forschungseinrichtungen und
Marketingspezialisten entstand die genetisch entwickelte Symbose „Lachs und Fricktaler
Kirschen“: Ein feines Lachsfilet mit einem feinen Hauch „Chriesi“ – Geschmack im Nachgang. „Der Kanton Aargau freut sich, in der Schweiz die erste Lachszucht im Oberen
Fricktal zu ermöglichen“, so der Leiter des Kantonalen Landwirtschafts- und Fischamtes,
„Aus politischer Sicht steht unsererseits dem Projekt nichts im Wege. Ich selber bin Fan
der vom FiBL, dem Schweizerischen Forschungsinstitut in Frick, genetisch angepassten
neuen Fischart Chriesilachs (lateinisch: Salmo salar fricktaliensis). Geräuchert schmeckt
sie einfach super“.

Die regionale ARA Abwasserreinigungsanlage BEEHZ in Hornussen.

Neues, erweitertes Produktionskonzept
Dazu bot sich die bejahrte Abwasserreinigungsanlage des regionalen Abwasserverbandes
an: ungenutzte Kapazität und das Damoklesschwert des Schliessens mit damit
verbundenem Arbeitsplatzverlust und Abbau der Abwasserreinigungsqualität.
Einige der Klärbecken werden künftig als Fischzuchtbecken verwendet und sparen so
Investitionskosten. „Die doppelte Nutzung der Abwasserreinigungsanlage (ARA) ist ein in
Europa einzigartiges Pilotprojekt mit Vorbildcharakter. Damit hoffen wir, dass die regionale ARA in Hornussen auch weiterhin bestehen kann,“, sagt Gemeindeammann George Winet auf Anfrage. Es ist vorgesehen, die zusätzlich benötigten Fachkräfte für den Produktionsbetrieb durch internationalen, studentischen Praktikantenaustausch zu stellen. Die Ausschreibungen erfolgen demnächst. Lokale Interessenten können sich bereits jetzt melden.

Die Klärbecken der ARA: im Vordergrund das Zuchtbecken.

Synergien entstehen
Biologische Fragmente aus dem Abwasserreinigungsprozess dienen als hochwertiges
Tierfutter und tragen zum kräftigen Aroma und schnellen Wachstum der Fische bei. Ein
Teil der Lachse findet auch gleich nach der Auswilderung durch die Fischtreppe Zugang
zum natürlichen Lebensraum in der angrenzenden Sissel. Von dort steht ihnen dann der
Weg frei für die Wanderung ins Meer und die Rückkehr im nächsten Jahr.

Die Sissel mit den bereits vorhandenen Fischtreppenstufen zur Fischwanderung.

Offizieller Start des Pilotprojektes
Am Ostersonntag, 1. April 2018, findet um 16.00 Uhr die kleine, öffentliche Feier mit  Apéro vor der ARA Hornussen statt.

(Aprilscherz)

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Ostern: Erlebnis Poulet – Essen auf dem Bauernhof

Der Oster-Ausflug ins Obere Fricktal

Poulet-Essen auf dem Bauernhof

Am Samstag 31. März und am Ostermontag 2. April 2018 findet ab 11 Uhr das traditionelle Poulet – Essen statt.

Der ganze Hof kann frei besichtigt werden und es hat viele Tiere zum Beobachten. In der Festwirtschaft steht neben verschiedenen gluschtigen Pouletgerichten auch ein grosses Dessertbuffet bereit. Zudem können Sie diverse Sorten feiner Fricktaler Glace geniessen.

Am Weinstand können Söhrenhof-Weine degustiert werden. Für die Kinder ist die Bastelwerkstatt geöffnet, das grosse Trampolin und ein toller Spielturm stehen bereit.

Am Märtstand gibt es Allerlei vom Bauernhof und verschiedene, gefrorene Pouletprodukte zu kaufen.

>>> mehr Informationen und Anmeldung
>>> Flyer ansehen

 

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Erlebnisgastronomie: Neueröffnung in Laufenburg

Erlebnisgastronomie

Erleben Sie Holz, Schreinerwerkbank, kreative Handwerker- und Baustellenromantik im neu eröffneten Gastronomielokal direkt am Bahnhof Laufenburg.

Erlebnisgastronomie in Laufenburg am Bahnhof.

Soeben eröffnet, demnächst mit Homepage und detaillierten Angaben.
Geöffnet 9-19h, Mo – Fr

>>> Weiterer Artikel zu Laufenburg: Grossbrand in Laufenburg

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Winterlandschaft Erholungsgebiet Bözberg

Winterlandschaft Erholungsgebiet Bözberg

Impressionen, danke dem Einsender für die Fotos.

Haben Sie auch Bilder der Region, welche Sie hier zeigen möchten?
>>> http://boezbergblog.ch/fotowettbewerb-die-schonsten-bilder-aus-bozberg-west-und-umgebung-gesucht/

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Crowdfunding Kommunikation in den Gemeinden

Crowdfunding: Kommunikation in den Gemeinden

 

Die richtige Kommunikation sorgt in der Gemeinde für Demokratie und gemeinsames Gestalten der Zukunft. Und für motivierte, engagierte Einwohner.
So entsteht ein Zusammengehörigkeitsgefühl, das sich auch auf die Lebensqualität positiv auswirkt.

Die Initiative “Kommunikations – Booklet” soll Impulse zur Entwicklung der Kommunikation in den Gemeinden geben. In diesem Booklet finden Sie ausgewählte Checklisten, Regeln, Erfahrungen und Tipps zum Anwenden am Arbeitsplatz und im Alltag. Dank handlichem Format stets griffbereit.

Wenn jeder mit seinen Möglichkeiten mitzieht, geschieht und verändert sich etwas. Es braucht sehr wenig, etwas anzustossen. Machen Sie mit. Motivieren Sie dazu auch andere:

 

Artikel zum Thema:
>>> Kommunikation
>>> Kommunikation und Informationsaustausch
>>> Informatives Einwohnerforum

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Stadtfest Brugg 2019 – lassen Sie sich verfärben

Stadtfest Brugg 2019 – lassen Sie sich verfärben

Das Organisationskommitee ruft zum Mitmachen auf: Infoveranstaltung im Salzhaus Brugg am 24. Januar 2018

Startanlass im Salzhaus Brugg: OK Stadtfest Brugg 2019.

Reservieren Sie sich schon jetzt das Datum fürs Stadtfest Brugg 2019:
23./24./25. August und 30./31.08. und 01. September 2019

Das Motto
VERFÄRBT – lassen Sie sich verfärben. Tauchen Sie ein in eine verfärbte schräge Welt, welche unser Städtchen Brugg zum Leben erweckt. Unsere schönsten Plätze und Orte werden in einen Farbtopf getaucht und spannend verfärbt. Geniessen Sie während zwei Wochenenden buntes Treiben zwischen den Häusern der Altstadt und festliche Aktivitäten rund um das alte Stadtzentrum. Tauchen Sie ein und lassen Sie sich überraschen von verfärbten Beizen, Spielen, Bands und noch vielen tollen Angeboten mehr.

Aufruf
Verwandeln Sie die Stadt als Besucher, Beizenbetreiber, Partner oder Künstler in eine farbige, fröhliche und aufgeweckt verfärbte Festlandschaft.
Das OK freut sich auf Ihren Besuch, unsere Zusammenarbeit, Ihre Darbietung und damit auf ein gelungenes Fest.

Mehr Info:
>>> www.stadtfest-brugg.ch

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Heimatkunde Life in Oberzeihen – BözbergWest

Heimatkunde Life in Oberzeihen

Verein Forum Doracher – Lebendiges Oberzeihen

Deutsch, Rechnen und Heimatkunde waren früher die wichtigsten Fächer in der Primarschule. In der Heimatkunde lernten die Kinder anschaulich beobachten, erkennen und begreifen, was sie täglich auf ihren Schulwegen sahen. Das war anschauliche und erlebnisreiche Allgemeinbildung über Geografie, Geschichte, Biologie und Menschen vor Ort. Seit es Handys, Internet, Apps, globale Zerstreuung und die fast grenzenlose Mobilität gibt, ist die Heimatkunde etwas in Vergessenheit geraten.

Der Verein Forum Doracher nimmt mit öffentlichen Führungen „Heimatkunde Life in Oberzeihen“ die die frühere Art der Vermittlung von Wissen, Erlebnissen und der Anleitung für Beobachtungen wieder auf. Erlebnisse und Geschichten, die das Leben schrieb, kombiniert mit Sachwissen zu Mensch – Natur – Mitwelt.

Motto: Wer seine Umwelt und die Geschichte kennt, erkennt Zusammenhänge und hat mehr vom Leben.

Die Führungen sind öffentlich, unkompliziert und kostenlos. Sie beginnen und enden bei der Kapelle in Oberzeihen. Leichte Spaziergänge im Freien (bei jedem Wetter). Dauer 1 bis 2 Stunden.

Pflanzen, Blumen, Wiesen
Mittwoch, 23. Mai 2018, 18.00 Uhr, Kapelle Oberzeihen
Mittwoch, 13. Juni 2018, 18.00 Uhr, Kapelle Oberzeihen

Pflanzen, Tiere, Wald
Mittwoch, 11. Juli 2018, 18.00 Uhr, Kapelle Oberzeihen

Obst, Obstbäume, Süssmost
Mittwoch, 12. September 2018, 18.00 Uhr, Kapelle Oberzeihen

Verein Forum Doracher, Heiner Keller, 8. Januar 2018

 

Obst, Obstbäume, Süssmost. Hauszwetschge in Oberzeihen

Pflanzen, Blumen, Wiesen. Habermark in Oberzeihen

Pflanzen, Blumen, Wiesen. Klappertopf in Oberzeihen

Pflanzen, Tiere, Wald. Auch Tiere beobachten interessiert, was in Feld und Forst passiert. Fuchs im Sulzbann 2016

 

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Informations – Veranstaltungen zur Vernehmlassung

Informations – Veranstaltungen zur Vernehmlassung Ettappe 2 des Schweizer  Sachplanes Geologischer Tiefenlager

Ab Januar finden  4  Informations – Veranstaltungen für Informationen aus erster Hand von Bund bis Nagra statt.

Der erste Anlass findet in Hohentengen am Hochrhein (Bundesrepublik Deutschland) mit zusätzlichen Inhalten statt:

1. Informationsveranstaltung Vernehmlassung Etappe 2 in Hohentengen-Hochrhein.

Die 2. Veranstaltung findet danach in Brugg / Kanton Aargau statt. Sehr zu empfehlen, um Informationen direkt aus erster Hand zu erhalten und Fragen stellen zu können.
Die dort gezeigten Folien werden wir nach der Veranstaltung hier in diesem Artikel zugänglich machen.
(Nachtrag: 20. Januar 2018:)
>>> 2018-01-11_Folien_zur_Infoveranstaltung_in_Brugg

2. Informationsveranstaltung Vernehmlassung Etappe 2 in Brugg / AG.

Weitere Veranstaltungen finden anschliessend in all den anderen betroffenen Gebieten statt. Auskunft dazu und Programme sind auf der Homepage vom BFE publiziert.

Eine Übersicht zur Vernehmlassung vom Bundesamt für Energie BFE gibt es in diesem Flyer:
>>> Flyer ansehen oder herunterladen

 

Ausblick ins 2018 – was gibts Neues?
Zusammengetragen für unsere Blogleser


Im Focus Entsorgung des BFE, Ausgabe 12/November 2017, gibt Stefan Jordi, Leiter Regionale Partizipation beim Bundesamt für Energie (BFE), folgende Informationen:

  • Verbesserungen sehen wir beim vermehrten Einbezug der Bevölkerung und vor allem von jungen Menschen. Wahrscheinlich ist, dass es zu personellen Änderungen in den Regionalkonferenzen kommen wird.
  • Einerseits werden die Regionalkonferenzen durch neue Mitglieder ergänzt, andererseits ist vorgesehen, dass die Regionalkonferenzen Gefässe bilden oder Anlässe organisieren, um weitere Bevölkerungskreise einzubeziehen. Wir nennen dies “Partizipationsforen”. Dabei können einzelne Themen vertieft untersucht oder spezifische Interessen abgeholt werden.
  • Kurz: Wer sich in das Sachplanverfahren einbringen will, soll aus unserer Sicht auch geeignete Möglichkeiten dazu erhalten.

(Zitat aus Interview)

Im Bulletin 2/2017 des forumvera gibt Frau Monika Stauffer, Leiterin Entsorgung radioaktive Abfälle BFE, im Interview folgende Informationen:

  • Mein Hauptziel ist es, das Standortauswahlverfahren für geologische Tiefenlager mit Umsicht und Weitsicht voranzutreiben.
  • Ein wichtiger Stakeholder ist Deutschland. Wir haben potenzielle Standortgebiete in grenznahen Regionen und damit auch Betroffene in  Deutschland.
  • Die Kantone haben eine wichtige Funktion, denn die Raumplanung liegt in der Verantwortung der Kantone.
  • Der AdK Ausschuss der Kantone mit Expertengruppe hat die Aufgabe, die
    Zusammenarbeit zwischen den Regierungsvertretern der Standortkantone sowie der betroffenen Nachbarkantone und Nachbarstaaten sicherzustellen.
  • Die Zusammenarbeit und der Einbezug der Betroffenen sind Merkmale und Ziele des ganzen Standortverfahrens.
  • Ein Anliegen von uns ist es auch, die betroffene Bevölkerung noch besser einzubinden, indem wir für weitere Zielgruppen massgeschneiderte Anlässe durchführen – z.B. für Jugendliche und für Gemeindevertretende. Ihre Meinungen und Anliegen sollen dann wiederum in die Arbeit der Regionalkonferenzen einfliessen.
  • Zudem sollen Regionalkonferenzen in Vereine übergeführt werden, damit Klarheit über deren Rechtspersönlichkeit herrscht.
  • Fachgruppe Oberflächenanlagen: Die Wahl der Delegation für Abgeltungsverhandlungen wird durch Vertretende von Gemeinden der Standortregion vorgenommen.
  • Etappe 3: Hier wird es effektiv um die Festlegung von Standorten und die Erteilung von Rahmenbewilligungen gehen. Das wird ca. 11 Jahre dauern.

… und hier zur Übersicht eine klärende, informative Grafik der Beteiligten:


Quelle: Grafik von der Homepage der Nagra
>>> Website nagra, Quelle sachlicher Informationen aller Art zum Thema

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Monitoring soll Auswirkungen der Standortsuche für geologische Tiefenlager aufzeigen

Monitoring soll Auswirkungen der Standortsuche für geologische Tiefenlager aufzeigen

Das Monitoringkonzept des Bundesamtes für Energie BFE

Das Wichtigste auf einer Seite
Mit dem Monitoring sollen Auswirkungen der Standortsuche für geologische Tiefenlager und später des Tiefenlagers selbst erhoben werden. Damit soll eine Grundlage geschaffen werden, um negativen Entwicklungen entgegenzuwirken und Chancen für positive Entwicklungen zu nutzen. Das Monitoring soll ein Instrument sein, das regionale Entwicklungen systematisch erfasst und damit die Diskussionen versachlicht.
Das Monitoring zeigt relevante Ereignisse im Zusammenhang mit Planung und Bau des Tiefenlagers, die Behandlung in den Medien sowie wirtschaftliche und gesellschaftliche («sozio-ökonomische») Wirkungen, wobei später die Themen Umwelt und Sicherheit/Gesundheit er-gänzt werden. Das Monitoring kann aber die Ursachen für Wirkungen i.d.R. nicht aufzeigen: Hierzu können allenfalls die sog. «vertieften Untersuchungen» (VU) einen Beitrag leisten.
Die Untersuchungsräume entsprechen grundsätzlich den Standortregionen von Etappe 3, wobei zweckmässige Erweiterungen dieser Perimeter für einzelne Indikatoren noch festzulegen sind.
Das vorgeschlagene Monitoring deckt drei Ebenen ab, für die im Bericht konkrete Vorschläge gemacht werden:

  1. Die erste Ebene des Monitorings umfasst eine systematische Zusammenstellung der Tätigkeiten und Ereignisse im Prozess, das heisst
    – der Aktivitäten durch die Standortsuche und Planung/Bau/Betrieb des Tiefenlagers,
    – der Aktivitäten der Regionalkonferenzen und weiterer relevanter Akteure
    – der regionalen Massnahmen, die z. B. zur Vermeidung negativer oder Stärkung positiver Wirkungen des Tiefenlagers ergriffen werden.
  2. Die zweite Ebene umfasst das Medienmonitoring und baut auf bereits laufenden Auswer-tungen auf.
  3. Die dritte Ebene betrifft die Wirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft. Hierzu wird nach mehrmaligen Diskussionen mit Regionen, Landkreisen und Kantonen ein Indikatoren-system vorschlagen (vgl. Abbildung 4-3, Seite 26). Es umfasst zahlreiche Indikatoren zu den Themen Lebensqualität (inkl. Image, Konflikte), Bevölkerung, Wohnraum, Arbeits-plätze, Wertschöpfung und öffentliche Finanzen. Einige Indikatoren können vom Bundes-amt für Statistik bezogen werden, andere erfordern eigene Erhebungen. Dazu gehört eine Bevölkerungsbefragung, die einen wesentlichen Teil der Fragen der Gesellschaftsstudie aufnimmt. Damit soll im Rahmen des Monitorings der Kern der Gesellschaftsstudie wiederholt bzw. übernommen werden.

Das Konzept muss in einigen Aspekten und bei einigen Indikatoren noch konkretisiert werden. Es wird vorgeschlagen, das Monitoring ungefähr 2018 zu beginnen (am besten koordiniert mit der noch nicht festgelegten zweiten Welle der Gesellschaftsstudie) und periodisch zu wiederholen.

Quelle BFE, Zitat
>>> Zur Seite, wo das Monitoringkonzept heruntergeladen werden kann

 

Kommentar und Informationen zu Monotoring

Was ist Monitoring?
Messung, Beobachtung oder Überwachung eines Vorgangs oder Prozesses durch geeignete Beobachtungssysteme.

Was ist der Zweck?
Gewinnung von Daten und Wissen, erkennen von Abweichungen des Planes, überprüfen der Wirksamkeit der getroffenen Massnahmen und um Korrekturen / Verbesserungen einzuleiten.

Ein wichtiger Teil des Regelkreises
planen – entscheiden – umsetzen – kontrollieren/monitoren – verbessern

Bedeutung
In der Realwirtschaft ist das Monotoring fester Bestandteil und wichtigster Teil jeglicher Aktivitäten: (Über)Lebenswichtig und populär. In Verwaltungen trifft häufig das Gegenteil zu.

Monitoring, Kontrolle, Controling im Prozess Sachplan geologisches Tiefenlager
– Das Monotoring startet “ev.” und mit mindestens 10 jähriger Verzögerung.
– Aufträge zur Umsetzung Bund-Kanton-Verwaltung-Ausführende werden mit “Leistungsaufträgen” vergeben. Enthalten diese die notwendigen Monitoring, Kontrolle – Angaben, die für die bezahlte Wirkung sorgen? Wird die Wirkung, das Resultat überhaupt messbar definiert und überprüft? Darüber sind keine Angaben erhältlich.
– In den Kommunikationselementen des Prozesses berichten und monieren Führungspersonen, dass die Beteiligung und das Interesse der Bevölkerung gering sei / abnehme. Dies ist Monitoring! Und was sind die Ursachen dafür, was muss man künftig anders oder besser machen?
– Wer regelmässig alles verfolgte, Mitteilungen gelesen hat und Veranstaltungen besuchte, konnte diese Beobachtungen und Erfahrungen machen:

  • fast immer die gleichen Teilnehmenden.
  • mind. 2/3 der Teilnehmenden sind eingebundene Funktionäre.
  • In der Realwirtschaft übliche Massnahmen zur Aktivierung und Akquisition der Zielgruppe fehlten mehrheitlich.
  • Beispiel: Bekanntmachung Anlässe mit Hinweistafeln, Einbezug und Aktivierung der Kommunikationsmöglichkeiten des Kantones und der Gemeinden etc.
  • Die Motivation und der Wille “Bevölkerung einbeziehen” wurde fast ausschliesslich bei Nichtfunktionären beobachtet.
  • Politische und andere Interessen lenkten von der “Sache” ab.
  • Die Chancen des im positiven Sinne einzigartigen Prozesses für die Bevölkerung und die Demokratie werden viel zu wenig erkannt.
  • Konkrete, positive Vorschläge, Anfragen und Feedbacks werden werden nur zu einem sehr geringen Anteil der verantwortlichen Stellen und Personen ernst genommen oder beantwortet. Ähnlich fällt auch das Verhalten der Medien auf.
  • Die “Gegner” des Prozesses oder von sachlicher Diskussion und Problemlösung zu Gunsten aller Beteiligten und Betroffenen erhalten mehr Gewicht und Zuwendung als “Befürworter”.

>>> Artikel Gegner Infoanlass
>>> Info auf dem Bözberg

Konstruktiver Vorschlag
In der nächsten Ettappe diesen Erkenntnissen Rechnung tragen und Veränderungen und Korrekturen vornehmen. (Alle, inklusive Verwaltungen).

Deshalb: Sich an der Vernehmlassung bis zum 9. März 2018 beteiligen und Feedback geben.

>>> Artikel: Sich beteiligen an der Vernehmlassung

(Nachtrag Link zum Artikel)

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Auswirkungen geologischer Tiefenlager auf Mensch und Umwelt

Bericht zu den Auswirkungen geologischer Tiefenlager

Er beschreibt die voraussichtlichen kurz- und langfristigen Auswirkungen eines geologischen Tiefenlagers auf die in Etappe 3 für die weitere Untersuchung vorgesehenen Standorte.

Auswirkungen geologischer Tiefenlager auf Mensch und Umwelt . Bericht.

>>> zum Bericht Bundesamt für Energie BFE

  • Im Bereich der radioaktiven Strahlung kann von keinen bzw. vernachlässigbaren Auswirkungen ausgegangen werden.
  • Voraussichtlich erhebliche Auswirkungen sind in den Umweltbereichen Gewässer, Boden/Fruchtfolgeflächen, Wald, Landschaft und Flora/Fauna zu erwarten, wobei nicht bei allen Standortarealen alle Umweltbereiche betroffen sind. Den meisten dieser Auswirkungen kann aber mit entsprechenden Schutz- und/oder Ersatzmassnahmen begegnet werden.
  • Auswirkungen auf Gebiete in Deutschland sind gemäss heutigem Kenntnisstand fast keine zu erwarten, ausgenommen sind eine mögliche Beeinflussung einer (nicht genutzten) Thermalquelle sowie die Sichtbarkeit der Oberflächenanlage eines möglichen Standortareals.

Quelle: Zitat aus Newsletter Tiefenlager Bundesamt für Energie BFE 21-12-17

Weitere Blogartikel zu diesem  Thema:
>>> Heute forschen für sichere Tiefenlager von morgen
>>> Tiefenlager Aarau Nordost
>>> Namensänderung Aarau Nordost im Sachplan geologisches Tiefenlager

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