Sicherheit – Schweiz

Sicherheit Schweiz

Die bewaffnete Neutralität eines Landes hat seinen Preis – bietet aber auch Wirkung als Gegenwert. Umsichtiges und zielorientiertes Planen sind Erfolgsfaktoren. Die passende Kommunikation aller Beteiligten schafft Verständnis und eine Basis für sachliche Diskussionen.

Im Ausblick fürs 2019 fällt das Thema Armee ins Auge. Dazu besteht die Herausforderung, in einem komplexen Thema die Übersicht zu gewinnen und sich im “Info-Dschungel” zurechtzufinden.

An einer Infoveranstaltung haben wir die nachfolgenden, sehr übersichtlichen Grafiken zum Thema gesehen, welche wir hier mit Bewilligung der Urheber Ihnen, unsern Bloglesern, zeigen:

Trend der Bedrohungen

Sicherheit Schweiz: Armee, Luftwaffe; Bedrohung – Trends.

Luftverteidigung morgen

Sicherheit Schweiz: Armee, Luftwaffe; Übersicht der notwendigen, geplanten Luftverteidigung Schweiz.

Eine der eindrücklichen Botschaften aus der Informationsveranstaltung war auch:
“Die Armee ist wie eine Uhr: fehlt ein Teil, wird sie nutzlos.” So gesehen braucht eine Armee auch eine Luftverteidigung – und da arbeiten Experten daran…

Ein guter Einstieg, sich zu informieren, bietet dieser Link:
https://www.vbs.admin.ch/de/verteidigung/armeebotschaften/armeebotschaft-2018.html

>>> Weitere Artikel zum Thema “Sicherheit” im Bözbergblog

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Bundesrat startet Etappe 3 Sachplan geologisches Tiefenlager und genehmigt Entsorgungsprogramm

Der Bundesrat schliesst Etappe 2 startet Etappe 3 des Sachplan geologisches Tiefenlager, startet Etappe 3 und genehmigt Entsorgungsprogramm.

Nachfolgend beide heutigen Medienmitteilungen des Bundesrates zu Ihrer direkten Information. Am Schluss der Seite befinden sich Angaben zur Informationsveranstaltung in Laufenburg (CH).


Standortsuche für geologische Tiefenlager: Bundesrat startet dritte Etappe mit Jura Ost, Nördlich Lägern und Zürich Nordost

Die zweite Etappe der Standortsuche für geologische Tiefenlager für radioaktive Abfälle ist abgeschlossen. Der Bundesrat hat in seiner Sitzung vom 21. November 2018 entschieden, dass die drei Standortgebiete Jura Ost (Kanton Aargau), Nördlich Lägern (Kantone Aargau und Zürich) und Zürich Nordost (Kantone Thurgau und Zürich) in der nun folgenden dritten Etappe weiter untersucht werden sollen.

Oberstes Gebot der Standortsuche für geologische Tiefenlager ist die Sicherheit. Von zentraler Bedeutung sind zudem das schrittweise Vorgehen, die Partizipation der Betroffenen und die Transparenz. Das Verfahren und die Kriterien, nach denen Standorte für geologische Tiefenlager für alle Kategorien von radioaktiven Abfällen (schwach- und mittelaktive Abfälle (SMA) sowie hochaktive Abfälle (HAA)) festgelegt werden, sind im Sachplan geologische Tiefenlager festgehalten. Das Standortauswahlverfahren umfasst drei Etappen (siehe Kasten).

Etappe 2

Ziel von Etappe 2, die Ende 2011 startete, war einerseits die Einengung der Standortgebiete auf mindestens zwei pro Lagertyp (SMA-Lager bzw. HAA-Lager), andererseits die Festlegung von Standortarealen für die Oberflächenanlagen.
Dazu wurden die sechs Standortgebiete aus Etappe 1 – Jura Ost, Jura-Südfuss, Nördlich Lägern, Südranden, Wellenberg und Zürich Nordost – sicherheitstechnisch vertieft untersucht, miteinander verglichen und schliesslich die Einengung auf die Standortgebiete Jura Ost, Nördlich Lägern und Zürich Nordost vorgeschlagen. Weiter bezeichnete die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra), basierend auf den Stellungnahmen der Regionalkonferenzen, mindestens ein Oberflächenareal pro Standortregion. Die Vorschläge der Nagra wurden durch das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI), die Eidgenössische Kommission für nukleare Sicherheit (KNS), das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) und das Bundesamt für Umwelt (BAFU) überprüft. Die Standortkantone und die Standortregionen haben zum Einengungsvorschlag der Nagra ebenfalls Stellung genommen.

Zu sämtlichen relevanten Berichten und Unterlagen von Etappe 2 wurde eine Vernehmlassung durchgeführt (22. November 2017 bis 9. März 2018). Es gingen rund 1550 Einzel- und Sammelstellungnahmen ein. Davon stammten 431 aus der Schweiz, 1120 aus Deutschland und drei aus Österreich. Im Bericht über die Ergebnisse der Vernehmlassung zu Etappe 2 werden die Stellungnahmen zusammengefasst und die Argumente gewürdigt.

Auf der Grundlage der Vorschläge der Nagra, den Überprüfungen der Bundesbehörden sowie der Vernehmlassung hat der Bundesrat gestern folgendes entschieden:
– In Etappe 3 des Standortauswahlverfahrens werden für SMA sowie für HAA die geologischen Standortgebiete Jura Ost, Nördlich Lägern, Zürich Nordost vertieft untersucht.
– Die Standortgebiete Jura-Südfuss, Südranden und Wellenberg bleiben Reserveoptionen.
– Die Nagra muss die Vor- und Nachteile eines Kombilagers für SMA und HAA im gleichen Standortgebiet im Vergleich zu Lagern in separaten Standortgebieten prüfen und darlegen.
– Als Standortareale für eine Oberflächenanlage festgelegt (für SMA-, HAA- und Kombi-Lager) werden: JO-3+ (Jura Ost, Gemeinde Villigen), NL-2 und NL-6 (Nördlich Lägern, Gemeinden Weiach bzw. Stadel) sowie ZNO-6b (Zürich Nordost, Gemeinden Marthalen und Rheinau).
– In Etappe 3 schlägt die Nagra Areale für Nebenzugangsanlagen vor. Die Lage der Standortareale, die Verteilung der Bau- und Betriebsaktivitäten zwischen den einzelnen Arealen eines Standortgebiets und die Ausgestaltung der Oberflächeninfrastrukturen sollen so optimiert werden, dass sie die Bedürfnisse der Standortregion berücksichtigen und die Ziele der Raumplanung und des Umweltschutzes bestmöglich erreicht werden können. Dabei kann die Nagra in Zusammenarbeit mit den Regionalkonferenzen auch die Platzierung der Verpackungsanlagen ausserhalb der Standortregion prüfen.

Standortwahl in Etappe 3
Basierend auf den Resultaten der erdwissenschaftlichen Untersuchungen und dem sicherheitstechnischen Vergleich der drei verbleibenden Standortgebiete, wird die Nagra im Verlauf von Etappe 3 bekannt geben, für welchen Standort oder welche Standorte sie Rahmenbewilligungsgesuche ausarbeiten will. Der Vergleich der Standortgebiete muss gemäss den im Sachplan festgelegten sicherheitstechnischen Kriterien und den durch das ENSI präzisierten Anforderungen vorgenommen werden. Der Beteiligung der Betroffenen kommt auch in Etappe 3 ein hoher Stellenwert zu. Die räumliche Ausgestaltung der Standortregionen sowie die Aufgaben und Zusammensetzung der Regionalkonferenzen sind im «Konzept regionale Partizipation in Etappe 3» beschrieben.

Entsorgung der radioaktiven Abfälle in der Schweiz
Das Kernenergiegesetz schreibt vor, dass die in der Schweiz anfallenden radioaktiven Abfälle grundsätzlich in der Schweiz und in geologischen Tiefenlagern entsorgt werden müssen. Der vom Bundesrat 2008 genehmigte Konzeptteil zum Sachplan geologische Tiefenlager regelt die Standortsuche. Sie verläuft in drei Etappen. In Etappe 1, die von 2008 bis 2011 dauerte, wurden die geologischen Standortgebiete Jura Ost, Jura-Südfuss, Nördlich Lägern, Südranden, Wellenberg und Zürich Nordost für die geologische Tiefenlagerung durch den Bundesrat als geeignet bezeichnet. In Etappe 2 (2011 bis 2018) untersuchte die Nagra die sechs Standortgebiete. Die Regionalkonferenzen brachten sich mit Stellungnahmen ein, die Standortareale für die Oberflächenanlagen wurden bezeichnet und es wurde eine soziökonomisch-ökologische Wirkungsstudie (SÖW) durchgeführt. In Etappe 3 werden die verbliebenen Standorte vertieft untersucht und miteinander verglichen. Gestützt darauf wird die Nagra Rahmenbewilligungsgesuche für Tiefenlager einreichen. Dies wird voraussichtlich gegen Ende 2024 erfolgen. Nach Prüfung durch die zuständigen Bundesstellen und einer Vernehmlassung kann der Bundesrat die entsprechenden Rahmenbewilligungen erteilen und die Standorte für geologische Tiefenlager festlegen. Er unterbreitet die Rahmenbewilligungsentscheide der Bundesversammlung zur Genehmigung. Der Beschluss über die Genehmigung einer Rahmenbewilligung, mit dem im Zeitraum um 2030 gerechnet wird, untersteht dem fakultativen Referendum. Nach der Rahmenbewilligung werden im Standortgebiet erdwissenschaftliche Untersuchungen unter Tage durchgeführt (Errichtung eines «Felslabors»). Mit Experimenten werden wichtige Erkenntnisse für den Bau des Lagers gewonnen. Danach kann ein Baubewilligungsgesuch und später ein Betriebsbewilligungsgesuch eingereicht werden. Ausgehend von der heutigen Planung wird ein SMA-Lager ab 2050 und ein Lager für HAA-Abfälle ab 2060 in Betrieb gehen können.


Bundesrat genehmigt Entsorgungsprogramm 2016

Der Bundesrat hat am 21. November 2018 das von der Nationalen Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) Ende 2016 eingereichte Entsorgungsprogramm 2016 genehmigt und eine entsprechende Verfügung erlassen. Gleichzeitig hat der Bundesrat den «Bericht über das Entsorgungsprogramm 2016 der Entsorgungspflichtigen» zuhanden der Bundesversammlung verabschiedet.

Das Entsorgungsprogramm 2016 wurde nach der Einreichung (siehe Medienmitteilung vom 20.12.2016) von den zuständigen Behörden überprüft. Die Resultate der Überprüfung durch das Bundesamt für Energie (BFE), das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) und die Kommission für nukleare Sicherheit (KNS) wurden im Mai 2018 publiziert (siehe Medienmitteilung vom 24.05.2018).

Das ENSI und das BFE stellten fest, dass die Nagra mit dem Einreichen des Entsorgungsprogramms 2016 den gesetzlichen Auftrag der Entsorgungspflichtigen erfüllt hat. Die vom Bundesrat im Jahr 2013 gemachten Auflagen zum Entsorgungsprogramm 2016 (siehe Medienmitteilung vom 28.08.2013) wurden grösstenteils umgesetzt. Die KNS bestätigte die formale Vollständigkeit des Entsorgungsprogramms und dass das ENSI das Entsorgungsprogramm detailliert überprüft hat.

BFE, ENSI und KNS empfehlen dem Bundesrat in ihren Stellungnahmen jeweils Auflagen im Hinblick auf künftig einzureichende Entsorgungsprogramme. Diese Auflagen hat der Bundesrat in seiner Verfügung (siehe Beilage) festgelegt. Sie sind ebenfalls im «Bericht über das Entsorgungsprogramm 2016 der Entsorgungspflichtigen» aufgelistet (siehe Beilage). Mit diesem Bericht kommt der Bundesrat seinem im Kernenergiegesetz festgelegten Auftrag (Artikel 32 Absatz 5) nach, der Bundesversammlung regelmässig Bericht über das Entsorgungsprogramm zu erstatten.

Das Entsorgungsprogramm
Das Kernenergiegesetz verlangt von den Entsorgungspflichtigen ein Entsorgungsprogramm. Dieses muss alle fünf Jahre aktualisiert werden. Das Entsorgungsprogramm zeigt die notwendigen Arbeiten für den Bau, Betrieb bis zum Verschluss der Tiefenlager auf. Es bietet einen Überblick, wie die Entsorgung der radioaktiven Abfälle und die sichere Tiefenlagerung erfolgen sollen. Das Entsorgungsprogramm nimmt keine Entscheide vorweg, die im Rahmen der laufenden Standortsuche gemäss Sachplan geologische Tiefenlager oder in den späteren Bewilligungsverfahren getroffen werden.

Das Entsorgungsprogramm liefert unter anderem Angaben zu Herkunft, Art und Menge der in der Schweiz zu entsorgenden radioaktiven Abfälle. Es zeigt wieviel Kapazität für die Zwischenlagerung benötigt wird und wie die geologischen Tiefenlager realisiert werden. Das Entsorgungsprogramm wird von den zuständigen Bundesstellen geprüft. Es muss durch den Bundesrat genehmigt werden, der allfällige Auflagen verfügen kann. Der Bundesrat erstattet dem Parlament regelmässig Bericht über das Programm. Zusammen mit dem Entsorgungsprogramm 2016 hat die Nagra einen Forschungs-, Entwicklungs- und Demonstrationsplan (RD&D-Plan) als Referenzbericht eingereicht. Darin werden Zweck, Umfang, Art und zeitliche Abfolge der zukünftigen Forschungsaktivitäten sowie der Umgang mit offenen Fragen dokumentiert.

Link: www.bfe.admin.ch/entsorgungsprogramm


Informationsveranstaltung in Laufenburg (CH) für Jura-Ost (Bözberg):
Wie geht es weiter im Auswahlverfahren für geologische Tiefenlager?

Programm vom Montag 28. Januar 2019, von 19.00 bis 21.30 Uhr

Wie ist der Bundesrat zu diesem Ergebnis gekommen? Welches sind die nächsten Schritte im Hinblick auf die Standortwahl für geologische Tiefenlager? Das Bundesamt für Energie BFE informiert an der Veranstaltung in Laufenburg (CH) über das weitere Vorgehen im Auswahlverfahren und bietet zusammen mit weiteren Beteiligten Hintergrundinformationen an. Kommen Sie vorbei und informieren Sie sich aus erster Hand!

>>> Flyer Ausschreibung (pdf, 834 KB)

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Schützt neuentdecktes Bakterium die Umwelt vor Atommüllstrahlung?

Schützt neuentdecktes Bakterium die Umwelt vor Atommüllstrahlung?

Russischen Wissenschaftlern und Forschern ist es gelungen, einen  Mikroorganismus zu isolieren, der die Umwelt vor flüssigem, radioaktivem Abfall beschützen soll.

So berichtet Lisa Stella in ihrem Artikel am 23. Oktober 2018 im “Blick am Abend” (https://www.blickamabend.ch/very-best-of/neutralisierendes-bakterium-wurde-die-loesung-gegen-radioaktiven-muell-gefunden-id9006212.html).

Es wird Immer wieder in den Medien berichtet, dass die Entsorgung radioaktiver Abfälle mit Hilfe von strahlenresistenten Bakterien «gelöst» werden könne. Der Bözbergblog hat recherchiert und Fakten zusammengetragen.

Grundsätzliche Erkenntnis
Weder Hitze, Kälte, chemische ode biologische Prozesse können die Radioaktivität vermindern oder verändern.

Wirkung nur bei flüssigen, radioaktiven Abfällen
Bei der «Entsorgung» flüssiger Abfälle (wie es Russland teilweise macht) können Bakterien helfen, chemisch in ungünstiger und mobiler Form vorliegende Abfallstoffe in chemisch stabil gebundene Stoffe (Salze) umzuwandeln. Somit können Bakterien tatsächlich helfen, die Radioaktivität «chemisch stabiler» zu binden (bessere Konditionierung, Handhabung).

Der grosse Haken aber bleibt
Auch wenn die durch Bakterien produzierten Uransalze einfacher zu binden sind, so bleibt doch die «Giftigkeit der radioaktiven Stoffe nach Ingestion” (also die Aufnahme von Giften über Nahrungsmittel oder das Trinkwasser) unbegrenzt erhalten. Der radioaktive Abfall ist damit auch nach dem chemischen Umbau durch Mikroben weiterhin eine Gefahr, sofern falsch damit umgegangen wird.

Somit bleibt die Herausforderung erhalten, für eine sichere Lagerung der radioaktiven Abfälle aus Forschung, Medizin und Kernenergie zu sorgen.

Weiterer Blogartikel zum Thema Atommüll
>>> Atommüll versenken und vergessen
>>> Atommüll dem Wasser im Rhein beimischen und entsorgen

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Strompreise 2019 Bözberg-West jetzt vergleichen

Stompreise 2019 jetzt kostenfrei bei der Eidgenössischen Elektrizitätskommission ElCom analysieren lassen

Leser – Tipp (eingesandt)

Spätestens im letzten Quartal beginnen einige von Euch ans Budget 2019 zu denken und die Ausgaben zu planen. Ein Faktor ist auch der Stromverbrauch. Mit Elkom könnt Ihr für Eure Schweizer Gemeinde, in der Ihr wohnt, einen Strompreisvergleich generieren.

>>> Klickt Ihr auf diesen Link

und Ihr kommt direkt auf die entsprechende Seite!

Vielen Dank an Edward Falger!
www.vorsorgepower.org

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Insidertipp: Natur, Landschaft und Geschichte erleben

Insidertipp: Natur, Landschaft und Geschichte erleben

Dem Teilnehmer einer herbstlichen Abendfahrt bietet die Fahrgastschifffahrt Laufenburg ein farbenprächtiges Naturschauspiel mit Sonnenuntergang auf dem Rhein. Natur pur.

Die Informationen aus der Geschichte, humorvoll und sachkundig präsentiert vom Kapitän Jürgen Schroff, zeigen zusammen mit der befahrenen Rheinlandschaft, die Schönheit und Lebensqualität unserer Regionen Hochrhein und Bözberg-West.

>>> zur Homepage Fahrgastschiffahrt Laufenburg mit Fahrplan und Angeboten

…und noch eine Impression aus Youtube:

Weitere Blog Artikel zum Thema “Geschichte”:
>>> Geschichte verstehen – Zukunft sehen
>>> Kultur und Geschichte pur

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Tag der offenen Tür bei den Abfallprofi

Tag der offenen Tür bei den Abfallprofi

Ein Blick hinter die Kulissen gewährte die Peter Pfister AG in Oeschgen am Samstag 29.9.2018.

Tag der offenen Tür.

Saurier waren Veganer.

Die Fahrzeuge, in der ganzen Region täglich überall präsent, zeigen hohen Bezug zur Identität des Standortes – beste Werbewirkung! Gelebte und wirkungsvolle Standortförderung im Alltag! 🙂

Für das leibliche Wohl und die Stärkung der Gäste sorgte das professionelle “Gastro – Saurier – Team”. Am Grill wirkte übrigens Prominenz: Der erste Ehrenbürger der Gemeinde Bözen, ernannt am 1. August dieses Jahres.

Zur Homepage des Gastgebers:

Peter Pfister AG Kehricht- und Grüngutentsorgung, 5072 Oeschgen

Weitere Blogartikel zum Thema Abfall:
>>> klicken

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Historische Flugzeuge

Zweites Warbirds-Fly-in auf dem Birrfeld

Nach dem erfolgreich durchgeführten Anlass im vergangenen Jahr konnte die Commemorative Air Force (CAF) Swiss Wing am Samstag, dem 11. August 2018 wieder ein Fly-in für historische Flugzeuge – auch “Warbirds” genannt – auf dem Birrfeld durchführen.

Das Flaggschiff der Commemorative Air Force (CAF) Swiss Wing: “Stinsy”, eine Stinson L-5 Sentinel mit Baujahr 1944

Gerade noch rechtzeitig waren die enorm hohen Temperaturen der vorangegangenen Tage auf ein weit erträglicheres Niveau gesunken, wofür die Piloten, die zahlreichen Helfer und nicht zuletzt die Zuschauer zweifellos dankbar waren!

Der heimliche “Star” des Fly-ins: Eine in Europa selten anzutreffende Ryan PT-22. Sie trägt den schönen Namen “Miss Tahiti”, da sie einst auf dieser Pazifik-Insel zu Hause war.

“Richtige” ehemalige Kampfflugzeuge waren diesmal nicht auszumachen, aber es versammelte sich eine sehr eindrückliche Mischung aus (meist ex-militärischen)
Verbindungs- und Trainingsmaschinen auf dem Birrfeld.

…und wenn wir schon bei schönen Namen sind: “Rusalka”, die auf dem Birrfeld beheimatete An-2 vom Antonov Club Avianna

Eine bunte fliegende Gästeschar

Aus allen Himmelsrichtungen flogen Gastflugzeuge ein und gesellten sich zu jenen Oldtimer-Maschinen – die sowieso schon da waren. Im Birrfeld hat sich nämlich in den letzten Jahren eine beachtliche Sammlung an liebevoll gepflegten, historischen Flugzeugen etabliert.

Dieses Fly-in war in seiner ersten (und hoffentlich nicht letzten!) Wiederholung ein unaufgeregter, gemütlicher Anlass, der nicht nur für eingefleischte Flugzeugfans einiges zu bieten hatte!

Impressionen

Fotos/Text zur Verfügung gestellt von Jacqueline Fischer, Bözberg-West
Jacqueline’s Modellbauseiten

 

Weitere Artikel zum Thema im Blog:

https://boezbergblog.ch/warbirds/
https://boezbergblog.ch/militaerfahrzeuge-convoy-im-jurapark-auf-der-genuss-strasse/
https://boezbergblog.ch/7-convoy-to-remember-besucht-boezbergwest/
https://boezbergblog.ch/zeitzeugen-oldtimer-das-waren-noch-zeiten/
https://boezbergblog.ch/3-internationales-oldtimertreffen-in-bozberg-west-das-bewegte-museum/

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1. August Ansprache Regierungsrat Urs Hofmann in Bözberg-West

ANSPRACHE REGIERUNGSRAT DR. URS HOFMANN
Bundesfeier, 1. August 2018, Hornussen / Bözberg-West

Liebe Hornusserinnen, liebe Hornusser

In meinen Sommerferien habe ich ein Buch über den Dreissigjährigen Krieg gelesen.  Dieser begann präzise vor 400 Jahren und verwüstete Mitteleuropa, vor allem das Gebiet Deutschlands in einem zuvor kaum gekannten Ausmass. Während meiner Lektüre habe ich oft ans Fricktal und an Hornussen gedacht. Auch dieses Gebiet war zwischen 1633 und 1638 Schauplatz kriegerischer Handlungen, von Plünderungen und Verwüstungen, von Vergewaltigungen und Mord. Bereits zuvor und auch danach wurde das Fricktal immer wieder durch Krieg und Raubzüge in Mitleidenschaft gezogen. Das Fricktal gehörte damals bekanntlich zum habsburgischen Vorderösterreich und war nicht Teil der Alten Eidgenossenschaft. Bereits in Bözen war dies ganz anders. Und so wird uns bewusst, wie in den vergangenen Jahrhunderten oft Zufälligkeiten über Glück oder Unglück, über Leben und Tod unzähliger Menschen entschieden haben. Seit dem Anfang des 19. Jahrhunderts gehört das Fricktal und damit Hornussen zur Schweiz. Damit hat für das Fricktal eine Periode begonnen, die zwar zunächst noch von Armut, aber doch von Frieden geprägt war. Dass wir nun schon rund 216 Jahre in unserem Land weitgehend friedlich zusammenleben durften und einen zuvor nie gekannten Wohlstand erreicht haben, ist zwar auch das Verdienst unserer Vorfahren. Gerade die Geschichte dieser Gegend lehrt uns jedoch, dass es ohne Glück und die Gunst des Zufalls auch ganz anders hätte
kommen können. Der Bundesfeiertag soll deshalb für uns alle auch vorab ein Tag des Dankes und der Demut sein.

Liebe Hornusserinnen, liebe Hornusser

Meine Urgrossmutter war Christkatholikin. Sie ist Ende der 30er Jahre gestorben. Ich habe sie also nicht mehr gekannt. Meine Grossmutter hat aber immer wieder erzählt, wie die Urgrossmutter – noch geprägt von den Jahren des Kulturkampfes – prophezeit habe, dass die Welt oder zumindest der Kanton Aargau untergehe, wenn im Aargau drei Römisch-Katholiken im Regierungsrat sässen. Effektiv kam es während über 200 Jahren nie zu dieser verhängnisvollen Konstellation. Als es dann nach der Wahl von Alex Hürzeler und mir im Frühjahr 2009 zum ersten Mal seit der Kantonsgründung 1803 drei Katholiken im Regierungsrat gab, ging die Welt nicht unter und auch nicht der Aargau.
Im Gegenteil, es interessierte niemand, welche Konfession die Regierungsmitglieder hatten. Und dass heute sogar vier Katholiken im Regierungsrat sitzen, war noch nirgends ein Thema.

Wir alle kennen solche Geschichten. Im eigenen Leben verändert sich, was zählt, und in einem Land ändern sich die zentralen Fragen, oft rascher als man denkt. Und auch was typisch schweizerisch ist, war gestern etwas anderes als heute und ist in ein paar Jahren nicht mehr dasselbe. Und so unterschiedlich Wahrnehmungen und Einschätzungen in der Zeit sind, so unterschiedlich, so vielfältig sind sie oft auch unter uns.

Manche von uns blicken mit Zufriedenheit und Stolz auf unser Land und diesen Staat. Es gibt viele gute Gründe dafür: Es geht vielen von uns gut, die Lebensqualität in der Schweiz gehört weltweit zu den höchsten. Wir gehören zu den glücklichsten Menschen, wie gerade letzthin wieder herausgefunden wurde. Und im Allgemeinen können wir uns, wenn es um Regeln, Gesetze und Dienstleistungen geht, auf den Staat verlassen. Wir reden dann vom guten Bildungsniveau, von der vorzüglichen Gesundheitsversorgung, von der Rechtssicherheit und so weiter.

Andere unter uns sind eher kritisch und sehen vor allem die Schattenseiten. Sie machen sich Sorgen um das Klima und die Umwelt, den rasanten Bodenverschleiss oder die Energieversorgung. Sie ha-ben Angst bezüglich der Sicherheit der Altersvorsorge. Sie denken an die wachsenden Unterschiede bei Einkommen und Vermögen. Oder sie fühlen sich unwohl angesichts der unterschiedlichen Spra-chen und Kulturen, die auch in unserem Land unüberhörbar und unübersehbar sind.

Wenn ich diesen Menschen zuhöre, fällt mir auf, dass sie oft unterscheiden zwischen “wir” und “den Anderen”. “Wir” haben eben unsere Eigenart, und die möchten “wir” bewahren. Doch was sind unse-re typischen Eigenarten? Unsere Essgewohnheiten? Was isst der typische Schweizer, die typische Schweizerin? Bratwurst und Rösti oder doch lieber Cervelat? Oder Fondue und Raclette? Oder Ca-puns, Pizokel, Spaghetti oder Polenta?

Und wenn ich Sie hier in der Runde zu Ihren Lieblingsspeisen fragen würde, welche Antworten kä-men noch dazu? Thailändisch! Kebab! Pizza! Sushi! Burger! Ein Mocken Fleisch vom Grill! Oder doch lieber vegetarisch oder vegan?

Anhand unserer Essgewohnheiten unsere schweizerische Eigenart zu bestimmen, ist heute kaum noch möglich. Und wie ist es mit der Mundart?

Als ich im letzten Dezember an sechs Orten im Kanton die Gemeinderätinnen und Gemeinderäte der 212 Aargauer Gemeinden in Pflicht nahm und in meiner Rede so sprach wie heute, nämlich im Ur-Aarauer Dialekt, fragte mich eine neugewählte Gemeinderätin aus dem Ostaargau, wo im Kanton Bern ich aufgewachsen sei. In Bern wurde ich im Übrigen auch schon gefragt, ob ich aus Zürich kä-me und in Basel, ob ich Luzerner sei. So einfach ist es also mit unseren Dialekten auch wieder nicht. Und nicht nur unsere Lieblingsspeisen, auch unser Dialekt verändert sich.

Ein Bekannter hat mir kürzlich erklärt, wann es “zwee”, “zwoo” oder “zwöi” heisse. Wie sagen Sie, zwee, zwoo oder zwöi Cervelats? Oder haben Sie doch lieber Bratwürste? Sagen Sie dann zwee, zwoo oder zwöi Bratwürste?

Haben Sie sich entschieden? Die Antworten werden mit grösster Wahrscheinlichkeit unterschiedlich ausfallen. Auch unter Hornusserinnen und Hornussern, die ihr Dorf – so wie ich Aarau – nie für längere Zeit verlassen haben. Auch unsere eigene Mundart ist nicht für jeden gleich. Es gibt – zum Glück – auch keine absolut verbindlichen Regeln. Früher brauchte man in unserer Gegend “zwee” für männliche Wörter. Also zwee Manne, zwee Hünd, zwee Muni. Für weibliche brauchte man “zwoo”, also zwoo Fraue, zwoo Bire, zwoo Geisse. Und für sächliche “zwöi”, also zwöi Chind, zwöi Hüüser, zwöi Büsi. Heute jedoch werden alle drei Formen oft bunt durcheinander gebraucht.

Selbst unsere eigene Sprache verändert sich also dauernd, nicht nur aufgrund des Einflusses von Fremdwörtern, nicht nur wegen Internet und Fernsehen, nicht weil alles vereinheitlicht und abge-schliffen würde. Sondern weil sich alles, was lebt, wandelt; oft langsam und unbemerkt. Heute würde ich zwöi Bratwürste bestellen, ob es bei meiner ersten Bundesfeier, die ich vor 42 Jahren während meiner RS besuchte, zwoo waren, wie es mundart-grammatikalisch korrekt wäre, weiss ich nicht mehr.

Wir essen nicht das Gleiche, wir reden nicht gleich und erst noch verändern sich Leibspeisen und sogar unsere Mundart laufend. Die typisch schweizerischen Eigenarten zu finden, ist nicht einfach. Aber auch unsere Vielfalt ist keine schweizerische Besonderheit. Ein Sizilianer ist ganz anders als ein Mailänder, aber beides sind Italiener. Und ein Schwabe ist ebenso wenig ein Ostfriese, wie sich ein Bayer als Preusse fühlt. Doch alle sind sie Deutsche.

Was zählt also? Was hält die Schweiz im Innersten zusammen, was müssen wir unter allen Umständen bewahren, schützen und in die Zukunft tragen? Wesentlich ist, wie wir miteinander umgehen.
Von zentraler Bedeutung ist auch unser Menschenbild. Und entscheidend ist, dass sich möglichst viele von uns an der Gestaltung der Zukunft beteiligen.

Die heutige Schweiz ist über Jahrzehnte und Generationen hinweg aus der Auseinandersetzung verschiedener Ideen und Interessen entstanden. Zunächst war es ein Ringen zwischen dem Adel und dem Bürgertum in den Städten, dann zwischen den protestantischen und katholischen Kantonen bis hin zum Sonderbundskrieg, aus dem der moderne Bundesstaat hervorgegangen ist. Die Ausei-nandersetzungen zwischen dem Bürgertum und der Arbeiterschaft haben vor 100 Jahren, 1918, zum Generalstreik geführt. Auch heute wird gerungen. Zum Glück mit friedlichen Mitteln. Abstimmungen über AHV-Revisionen und Pensionskassenfragen, Steuersysteme, Ausländerrecht oder die Energie-zukunft – um nur ein paar wenige zu nennen – sind ein lebendiger Ausdruck davon. Politische Kon-kurrenz und Wettbewerb sind notwendige Grundlagen unserer Demokratie. Doch nur wenn dabei Anstand, Fairness und Augenmass nicht verloren gehen, wird der politische Wettstreit zu nachhalti-gen Lösungen für unsere Zukunft führen und wird die politische Auseinandersetzung nicht zu einer ernsten Gefahr für das friedliche Zusammenleben.

Wer gefangen ist in den Kategorien “Wir” und “Die Anderen”, wer abgrenzt und ausschliesst, wer sich durch die Veränderungen in unserer Welt, die grossen sichtbaren, vor allem aber die laufenden unsichtbaren, verunsichern lässt, wer Hass sät und in den Anderen Feinde sieht statt Menschen mit anderen Ideen, anderen Traditionen und anderer Herkunft, wer nicht mehr auf die Kraft der eigenen Ideen vertraut, sondern die Anderen verunglimpft und deren Überzeugungen schlecht macht, der vergiftet das politische Klima.

Unser Bundesstaat muss uns ermöglichen, uns mit unserem Land zu identifizieren. Sich “daheim” zu fühlen. Dem müssen wir Sorge tragen. Wir müssen dafür sorgen, dass dieses Gefühl möglichst alle haben können, auch Menschen, die vom Glück verlassen sind und sich alleine fühlen, sozial schwä-cher gestellte, kranke Menschen und Menschen mit Beeinträchtigungen, aber auch Menschen, die aus dem Ausland zu uns in die Schweiz gekommen sind und hier bleiben werden. Typisch schweize-risch ist dabei: Verantwortlich für unser Land, für unseren Kanton, für unsere Gemeinde sind nicht die anderen, nicht die Politikerinnen und Politiker, sondern wir alle. Mitdenken, mitgestalten, sich engagieren – das schafft Vertrauen. Gerade auch dieses Grundvertrauen in die staatliche Gemein-schaft macht die Schweiz aus. Wir müssen es erhalten, stärken und alles vermeiden, was bewusst oder unbewusst einen Keil zwischen die Bevölkerung und unsere Institutionen treibt. Wer dieses Vertrauen zerstört, schwächt die Grundfesten unseres staatlichen Zusammenlebens und zerstört unser Land. Wie rasch das gehen kann, zeigen uns verschiedene Beispiele im Ausland, wo Miss-trauen, Lügen und tiefe gesellschaftliche Gräben das Klima unter den Menschen vergiften.

Liebe Hornusserinnen, liebe Hornusser!

Es gibt Gesellschaften, in denen es zwar zahlreiche Sieger gibt, aber auch sehr viele Verlierer, ge-knickte Menschen mit Ängsten und ohne Glauben an eine Zukunft. Und es gibt Gesellschaften, in denen weit mehr Menschen aufrecht dastehen, weil sie wissen, dass man ihnen vertraut, ihnen Chancen gibt und sie nicht fallen lässt. Ein Land, das dafür einsteht, dass alle Menschen mit auf-rechten Köpfen aufwachsen und leben können, muss unser Ziel sein. Dieses ist hochgesteckt:

Ein Land, das diesen Anspruch an sich stellt, nimmt sich einiges vor. Es will etwas erreichen, das nicht selbstverständlich ist, sondern erarbeitet werden muss und zwar immer wieder von neuem.

Ein solches Land bekennt sich zu einer Idee, es nimmt Verantwortung wahr, es schaut nicht nur zu, es handelt.

Ein solches Land nimmt die Sorgen und Ängste der Menschen ernst.

Ein solches Land integriert und schliesst nicht aus.

Der ehemalige deutsche Bundeskanzler Helmut Schmidt, der im November 2015 fast 97jährig starb, hat das berühmte Bonmot geprägt, “Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen”. Wir wissen alle: Es ist manchmal besser, rechtzeitig zum Arzt zu gehen, um zu wissen, wie krank man wirklich ist, und manchmal wäre es besser, nicht zu gehen, weil man sonst erst richtig krank fühlt. Wer in schönen Visionen verharrt, mag das konkrete Handeln zuweilen verpassen. Wer jedoch keine Visionen entwi-ckelt, was sein soll, wenn sich die Gesellschaft verändert, der verpasst es, die Zukunft mitzugestalten.

Es ist kein Zufall, dass in vielen Städten und Gemeinden unseres Landes und unseres Kantons Strassen und Plätze nicht nur Flurnamen oder die Namen von Pflanzen oder Tieren tragen, sondern auch die Namen von Menschen. Und wenn wir genauer hinschauen, oft von Menschen, die sich rechtzeitig vertieft Gedanken über die Zukunft unseres Landes gemacht haben, Namen von Visionären.

Jedes Land braucht visionäre Geister. Ein Land ist aber dann besonders gut für die Zukunft gerüstet, wenn es sich nicht auf die Visionen einiger weniger verlässt, sondern wenn sich möglichst viele Menschen Gedanken über die Zukunft machen und diese in die politische Diskussion einbringen. Damit der Wettbewerb der Ideen rechtzeitig spielen kann. Dies gilt sowohl für die grossen Fragen der Zukunft, aber auch für die kleinen in der Gemeinde und im Quartier. Was heute visionär ist, ist mor-gen mehrheitsfähig und übermorgen Normalität. Gerade auch in unserer Zeit mit ihren rasanten technischen Entwicklungen, die unsere Gesellschaft wohl rascher verändern werden, als vielen lieb ist.

Denken wir rechtzeitig mit, bringen wir uns ein, gestalten wir gemeinsam unsere Zukunft. Typisch schweizerisch eben!

 

Weitere Artikel im Blog und Link:

>>> Regierungsrat Urs Hofmann on-tour besucht Bözberg-West
>>> Fusionieren Gemeinden BEEHZ zu Bözberg-West?
>>> Informationsveranstaltung Thema Gemeindefusion, Vorschlag Gemeindewappen 😉

>>> Die 7 häufigsten Fehler bei Gemeindefusionen (pdf)

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Kunst im Alltag

Kunst im Alltag

Wie bringt man das “Volk” dazu, keinen Abfall auf die Wiesen zu werfen? Damit Tiere sauberes Futter haben und nicht leiden müssen?

Ein Kunstwerk im Alltag erregt Aufmerksamkeit.

Am Strassenrand fällt den meisten etwas Spezielles und Ungewöhnliches auf: Ein Abfallkorb, wo er eigentlich nicht hingehört. Neugierig schaut man genauer hin und nimmt die Botschaft wahr: Hier auf diese Landwirtschaftsfläche gehört kein Abfall hin!

Eine sehr kreative Massnahme. Künstlerisch realisiert mit grosser Aussagekraft. Ein echtes Alltags – Kunstwerk! Schade ist der Urheber unbekannt, sonst würden wir an dieser Stelle einen Preis für “Alltagskunst – Kunst im Alltag” vergeben und den Künstler vorstellen.
(Bemerkung des Schreibenden: Das alles ist nicht satirisch oder ironisch gemeint, sondern wirklich so wie geschrieben. 😉 )

Die Antwort zu den eingangs gestellten Fragen:
Mit origineller, kreativer Kunst im Alltag! Motto: steter Tropfen höhlt den Stein – nie aufgeben.

Definition “Kunst” in Wikipedia:
“Kunst ist ein menschliches Kultur­produkt, das Ergebnis eines kreativen Prozesses.”

Weitere Artikel zum Thema Kunst und Kultur:
>>> Kunst im Garten
>>> Kunst- und Kulturförderung

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Erholungs- und Erlebnistipp Naturlehrpfad Zeihen

Erholungs- und Erlebnistipp: Der Naturlehrpfad in Zeihen

Ein aktueller Insidertipp

Der Naturlehrpfad ist als Rundweg von rund 1.5 km Länge angelegt worden.

Auf über 40 Orientierungstafeln werden heimische Baum- und Straucharten mit ihren Besonderheiten vorgestellt. Ergänzt mit Informationen über naturnahe Lebensräume, Bohnerzabbau und Hinweisen zu Geschichte und Geologie der Region.

Am Waldrand gegen das Dorf hin gibt es Reste von Magerwiesen mit Orchideen und andern wärmeliebenden Pflanzen.

Mit etwas Glück können Sie erbsen- bis faustgrosse Bohnerzkörner finden. Weitere interessante Hinweise zum Bohnerzabbau sind auf den Hinweistafeln des Naturlehrpfades enthalten.

Zeihen Naturlehrpfad, Bözberg-West

Gemeinsames Picknick

Mitten im Parcours befindet sich ein Picknickplatz mit Feuerstelle und Grillrost mit Sitzbänken und Tisch.

Weitere Informationen und Angaben finden Sie hier:
>>> Direkt zur Seite Naturlehrpfad auf der Homepage der Gemeinde Zeihen

Bözberg-West: Lebensqualität pur!

Weitere Erlebnisse in der Natur:
>>> Die Bruderhöhle
>>> Ausflugsziel Nettenberg – Orchideen und Föhrenwald

 

Weitere Impressionen

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Geschichte verstehen – Zukunft sehen

Geschichte verstehen – Zukunft sehen:

Reise durch Tiefe und Zeit

Zukunft sehen

Interaktive Reise durch Tiefe und Zeit, Homepage nagra.

Was ist unter unseren Füssen? Entdecken Sie den Untergrund der Nordschweiz bis in eine Tiefe von 5000 Metern.
>>> interaktive Zeit- und Tiefenreise

 

Erosion und die geologische Langzeitentwicklung

Wie verändert die Erosion unsere Erde? Anschauliche, eindrückliche Informationen:
>>> im Themenheft Nr. 10 «Erosion» der nagra / Dezember 2017

 

Neues Erklärvideo der nagra: Fakten auf den Punkt gebracht

Erfahren Sie in drei Minuten auch mehr zur Herkunft radioaktiver Abfälle und wie lange diese in Tiefenlagern eingeschlossen werden müssen.

 

Quelle: Homepage nagra Informationsblatt Juni 2018

Weitere Artikel zum Thema:
>>> Tiefenlager Standort Aarau-Nordost
>>> Auswirkungen

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Sachplan Tiefenlager – Stand aus Sicht ENSI

Sachplan geologisches Tiefenlager – Stand aus Sicht des ENSI
(Eidgenössisches Nuklearsicherheitsinspektorat)

Aktuelle Informationen zum Stand des Sachplanes geologisches Tiefenlager aus der Sicht des ENSI gab Dr. Hans Wanner, Direktor ENSI, anlässlich der Generalversammlung des Vereines forumvera am 16. Juni 2018 in Zürich.

Frau Nationalrätin Dr. Kathy Riklin, forumvera

Die Präsidentin des forumvera, Frau Nationalrätin Dr. Kathy Riklin.

Hier einige Impressionen:

Die Folien des gesamten, informativen Vortrages können hier angeschaut werden:
>>> Link zu Folien Homepage forumvera

Informationen aus dem Vortrag und der anschliessenden Diskussion

Richtwert zur Erosion: Die Erosion beträgt etwa 1 km pro 1 Million Jahre. Das ganze Sachplanverfahren geologisches Tiefenlager ist weltweit eine einzigartige Erfolgsgeschichte. Es besteht grosser Informationsbedarf der Bevölkerung.

Zum Thema Führung und Verantwortung:

Eine Frage, die oft in verschiedensten Diskussionen der interessierten Bevölkerung auftaucht, richtete ein Teilnehmer an Dr. Wanner als Person, die von Amtes wegen den Überblick hat: “Wer hat den ‘Lead’ im ganzen Projekt Sachplan?” Die Antwort: “Das BFE (Bundesamt für Energie) ist federführend.”

Weitere Informationen zum Thema in diesen Artikeln:

>>> Infoveranstaltungen und Neues
>>> Das Monitoring soll die Wirkung aufzeigen
>>> Bericht zu den Auswirkungen auf Mensch und Umwelt

Für weitere Artikel: nutzen Sie das Suchfeld

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